Unterwegs… in New York City

Stormé DeLarverie – Feier des Nonkonformismus

Stormé DeLarverie
(c) Stefanie Moritz

„Als Kind einer schwarzen Mutter,

aufgewachsen im rassistischen Süden,

war ich es gewohnt wegzulaufen.

Als ich ungefähr fünfzehn Jahre alt war,

habe ich beschlossen, nicht mehr wegzulaufen…

und ich bin nie wieder vor

irgendetwas oder irgendjemandem weggelaufen.“

(Stormé DeLarverie)

 

Im legendären New Yorker Chelsea Hotel bin ich einer faszinierenden alten Dame mit dem wohlklingenden Namen Stormé DeLarverie begegnet (s. 1. Teil). Wie ich nach langwieriger Recherche herausgefunden habe, ist sie vornehmlich als Bürgerrechtsikone bekannt geworden, die das Leben von Millionen Menschen nachhaltig verändert hat und infolgedessen in entsprechenden Kreisen respektvoll „King Stormé“ genannt wird. Ich habe mich heute auf den Weg zu jenem Ort gemacht, an dem sie vor fast 50 Jahren durch ihr couragiertes Verhalten einen Umschwung hinsichtlich des Selbstbewusstseins der LGBTQ-Gemeinschaft (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer) bewirkt hat. Weiterlesen

Unterwegs… in New York City

„…der Höhepunkt des Surrealen“ – Stormé deLarverie & das Chelsea Hotel

(c) M.Graß

„Woke up, it was a chelsea morning, and the first thing that I saw was the sun through yellow courtains and a rainbow on the wall.”

(Joni Mitchell, aus dem Song “Chelsea Morning”)

 

Ich stehe vor dem legendären Chelsea Hotel, hinter dessen ehrwürdigen Mauern die kanadische Songwriterin Joni Mitchell einst erwachte und sich von den ersten blendenden Sonnenstrahlen des Tages zu ihrem Song „Chelsea Morning“ inspirieren ließ. Als ich das Hotel heute Morgen aus einiger Entfernung erspähe, halte ich instinktiv für einige Momente ehrfürchtig inne. Für jemanden der sich für die amerikanische Kunst- und Kulturszene der sechziger Jahre begeistert, ist das Gebäude ein geradezu heiliger Ort, der mir bislang nur in Fantasien, Legenden und vergilbten Fotoaufnahmen begegnet ist und dem gerade deshalb gegenwärtig noch etwas Irreales anhaftet. Weiterlesen

Unterwegs… in New York City

 

Jean-Michel Basquiat – Teil 2: „Seit ich 17 war, träumte ich davon ein Star zu sein.“

Hier geht es zum 1.Teil

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“If I’m away from painting for a week, I get bored.”

(Jean-Michel Basquiat)

Aus einer sich in den späten 1970er Jahre in Lower Manhattan formierenden Kreativszene, die Elemente aus Punk, Graffiti und Rap verband, eroberte Jean-Michel Basquiat, der als Jugendlicher zeitweise auf der Straße lebte und auf Bänken im Washington Square Park übernachtet hat, die Kunstwelt. Einige Jahre nachdem er unter dem Pseudonym „SAMO“ witzig-philosophische Botschaften an die Häuserwände im südlichen New York sprayte, zählten Johnny Depp, U2, Dave Stewart, Dennis Hopper, John McEnroe, Metallica, Madonna, Leonardo DiCaprio und viele mehr zu den Sammlern seiner Werke, die auf Auktionen regelmäßig Rekorde brachen. Weiterlesen